Pressemitteilungen
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HT 27.5.2011
HT 29.3.2011
Zum Abwarten verdammt
Steinbruchgegner und -betreiber verhandeln erst im MaiHerborn-Seelbach (klk). Das Gespräch zwischen der Bürgerinitiative "Contra Abbau Volpertsberg" (CAV) und dem Herborner Bauunternehmen Jakob + Weigel, dem Betreiber des dort geplanten Diabas-Steinbruchs bei Herbornseelbach, wird voraussichtlich erst im Mai stattfinden. Das hat Christian Görzel als Vorsitzender der Bürgerinitiative bei der Hauptversammlung am Montagabend bekanntgegeben.
"Wir vertreten eine Sache, die allen am Herzen liegt?: CAV-Vorsitzender Christian Görzel.(Fotos: Kordesch)zoom"Wir vertreten eine Sache, die allen am Herzen lie... | mittelhessen.de
Als Moderator für die Begegnung habe Regierungspräsident Lars Witteck den langjährigen Biedenkopfer Bürgermeister Karl-Hermann Bolldorf gewinnen können, entnahm Görzel im evangelischen Gemeindehaus in Herbornseelbach einem erst am Montag eingegangenen Schreiben.
Einstimmig: Knapp 40 Mitglieder der Bürgerinitiative "Contra Abbau Volpertsberg" kamen zur Hauptversammlung am Montagabend und bestätigten den Vorstand.zoomEinstimmig: Knapp 40 Mitglieder der Bürgerinitiati... | mittelhessen.de
Grund für die Verzögerung - der Regierungspräsident hatte Anfang Februar noch bei dem Bauunternehmen auf das Gespräch gedrungen - ist, dass Witteck erst die Ergebnisse weiterer Probebohrungen zur Gesteinsqualität in der Erweiterungsfläche Volpertsberg abwarten will, die "in absehbarer Zeit vorliegen" sollen. Das hatte er seinerzeit schon angedeutet und gleichzeitig Wert darauf gelegt, dass das Treffen stattfindet, bevor das Unternehmen den Antrag auf Genehmigung des bergbaurechtlichen Rahmenbetriebsplans einreicht. Das sei bislang noch nicht geschehen, sagte Görzel.
Aus diesem Grund befindet sich die CAV derzeit in Wartestellung: "Wie wir weiter vorgehen, ist abhängig davon, was auf uns zukommt", kündigte Görzel an. Unterdessen wollen die Steinbruch-Gegner ihr Anliegen weiter bekannt machen. Auch im dritten Jahr der CAV sei die Öffentlichkeitsarbeit ein Hauptanliegen, sagte Görzel.
Außerdem solle in den nächsten Monaten eine geologisch-historische Wanderung sowie eine Lesung mit dem Autor Reinhard Piechocki von der Internationalen Naturschutzakademie stattfinden.
Qualität des Gesteins macht weitere Probebohrungen notwendig
Offenbar habe die Qualität des Gesteins im ursprünglich vorgesehenen Abbaugebiet nicht den Erwartungen entsprochen, so dass weitere Probebohrungen nötig gewesen seien, informierte Görzel die knapp 40 Mitglieder. Das könne auch eine Verlegung der Fläche bedeuten.
In seinem Rückblick hatte der Vorsitzende zuvor einen historischen Fund gezeigt. In einer Urkunde aus dem Jahr 1742 zum Grenzstreit zwischen Herbornseelbach und Oberscheld werde vom "unschätzbar schönen Volpertsberg" gesprochen, zitierte er.Das sei eine zu jener Zeit äußerst seltene Äußerung zu einer Landschaft, betonte der Heimatforscher.
"Wir vertreten eine Sache, die allen am Herzen liegt", dabei sei das von allen Gesprächspartnern in Politik und Verwaltung als sachlich und kompetent gelobte Auftreten der CAV dem gemeinsamen Anliegen dienlich. Auch der Regierungspräsident habe sich bei der Infoveranstaltung der CDU Ende November positiv über die Vorgehensweise der Bürgerinitiative geäußert.
Horst Gräf und Eckhardt Simon machten in der Aussprache darauf aufmerksam, dass sich auch die Regionalversammlung mehrfach mit dem Abbau auf dem Volpertsberg befasst habe. Als Erfolge zu werten seien auch die einstimmigen Beschlüsse der Herborner Stadtverordnetenversammlung gegen das Steinbruch-Projekt sowie die Besuche der Grünen-Bundestagsabgeordneten Priska Hinz und der SPD-Kreistagsfraktion. Sie alle hätten im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihre Unterstützung zugesagt, sagte Görzel.
Planerisch sei das Steinbruchprojekt allerdings kaum noch zu kippen, sagte Görzel und verwies auf die Verabschiedung des Regionalplans, der durch die Landesregierung Ende Dezember Rechtskraft erlangt habe. In diese Zeit fielen eine Wildkatzen-Sichtung, die das Einstufen des Volpertsbergs als schützenswerter Wanderkorridor durch den BUND bestätigt habe, sowie eine Pilzexkursion mit dem Experten Wolfgang Schößler, bei der der bedrohte "Echte Königsröhrling" erneut habe nachgewiesen werden können.
Bei den Vorstandswahlen zeigten sich die Mitglieder zufrieden mit ihrer Führungsspitze, denn alle Amtsinhaber wurden einstimmig per Akklamation wiedergewählt, neben Christian Görzel auch Stellvertreter Andreas Friedrich, Schriftführer Horst Gräf, Kassierer Eugen Jakel sowie die Besitzer Eckhardt Simon, Gerd Gattermann und Ute Schmidt.
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HT 02.02.2011

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HT 01.Dezember 2010

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HT 04.11.2010

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HT 14.04.2010
Görzel: Plan
widerspricht sich
SPD-Kreistagsfraktion
will Seelbacher Steinbruchgegner unterstützen
Herborn-Seelbach (w). Der Volpertsberg bei Herbornseelbach ist mit 432 Metern eine der höchsten Erhebungen in der Umgebung von Herborn und ein beliebtes Naherholungsgebiet. Damit das so bleibt, will die Bürgerinitiative (BI) “Contra Abbau Vopertsberg" den auf dem Gipfel geplanten Diabas-Tagebau verhindern. Unterstützung dabei hat ihr jetzt die SPD-Kreistagsfraktion bei einem Besuch vor Ort zugesichert.

Bild HT 14.04.2010
Dabei beeindruckten die Sozialdemokraten aus dem gesamten Kreisgebiet nicht nur die Dimensionen des rund zehn Hektar großen Vorhabens, dessen Verwirklichung den weithin sichtbaren Berg nach den Worten des CAV-Vorsitzenden Christian Görzel ähnlich wie ein Ei „köpfen" würde. Auch die Tatsache, dass sich das Stadtparlament fraktionsübergreifend gegen den Tagebau ausgesprochen hat, unterstreicht nach Meinung der Sozialdemokraten die breite Basis des Widerstands.
Viele Entscheidungsträger in der Politik auf Kreis-, Landes- und Bundesebene habe die BI bei Ortsterminen und im Gespräch über die Dimensionen des Vorhabens und die Auswirkungen informiert, berichtete Görzel. Fast alle sicherten ihre Unterstützung gegen das Projekt zu. Auch SPD Kreistags-Fraktionsvorsitzende Anke Hartmann sicherte dem CAV-Vorstand zu, die Mitglieder für das Thema zu sensibilisieren - vor allem jene, die der Regionalversammlung angehören, die über die Zukunft des Bergs zu entscheiden hat.
Der Entwurf des Regionalplans Mittelhessen weise den den Berg als „Vorranggebiet für den bestehenden und geplanten Abbau oberflächennaher Lagerstätten" aus. Bei der erneuten Offenlegung des Regionalplans bis Ende September habe es 15 Einwendungen gegen diesen Punkt gegeben, sage Görzel. Sie stammten unter anderem vom Naturpark Lahn-Dill-Bergland, dem evangeliahen Dekanat Herborn und dem Herborner Magistrat.
Allein die Zuwege für den Steinbruch bedeuteten zusätzliche Naturzerstörungen, so ier BI-Sprecher: Immerhin nässten für 60-Tonner-Lkw neue Straßen durch den Wald gebaut, riesige Dämme errichtet und sogar ein Tälchen zugeschüttet werden, sagte er. Geschätzt rund 4,6 Millionen Kubikmeter Gestein sollten in den nächsten 25 bis 30 Jahren mit dem Argument abgebaut werden, dass die erforderlichen Splitt-Qualitäten sonst nicht in näherer Umgebung zu bekommen seien. Dabei fänden sich sieben der neun hessischen Diabas-Brüche in zumutbarer Nähe, sagte Görzel. Der eines konkurrierenden Betreibers in Oberscheld greife sogar mittlerweile auf Seelbacher Gemarkung über. „Das wirtschaftliche Interesse des Unternehmers ist verständlich", gab Görzel zu. „Aber objektiv ist es nicht im öffentlichen Interesse, dafür einen neuen Tagebau zu öffnen." Die Bergkuppe bleibe dauerhaft zerstört, denn auch bei der anschließend auf mehren Abbausohlen entkernte Berg nach einigen Jahrzehnten teilweise renaturiert werden solle, werde nicht der ganze entstandene Trichter wieder verfüllt, sagte Görzel. Gegen einen Abbau spreche auch das benachbarte Wasserschutzgebiet, das direkt an ein Flora-Fauna-Habitatgrenze.
- Regionalplan räumt dem Berg höchste Priorität für Biotop- und Artenschutz ein
Am Volpertsberg befinde sich beispielsweise das wohl einzige hessische Vorkommen des seltenen Pilzes Königsröhling. Außerdem gebe es ökologisch wertvolle „Altholz-Inseln" an den Hängen. Im Regionalplan selbst werde die Umgebung als „eines der hochwertigsten Gebiete" mit „überregional bedeutsamen Landschafts- und Naturerleben" bewertet. Man räume ihm „höchste Priorität in Sachen Arten- und Biotopschutz" ein, sagte Görzel. Für ihn und die BI sei dies ein Widerspruch innerhalb des Planentwurfs, der bislang noch überhaupt nicht berücksichtigt worden sei.
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HT 24.03.2010
Die Steinbruchgegner bleiben kämpferisch
Bürgerinitiative "Contra Abbau Volpertsberg" leistet in vielen Gesprächen Überzeugungsarbeit
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Herborner Echo 5.3.2010
Abbau weiter in Richtung Osten?
Politiker über neue Probebohrungen am Volpertsberg befremdet
Herborn
(klk). Mit einigem Befremden haben die Mitglieder der Ausschüsse für
Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und für Umwelt, Energie und Verkehr die
erneuten Probebohrungen für den geplanten Steinbruch am Volpertsberg
zur Kenntnis genommen. Die Bohrungen fänden statt, weil das bei den
ersten Bohrungen gewonnene Gestein nicht den Erwartungen entsprochen
habe, erfuhren die unter dem Vorsitz von Judith Jackel und
Hans-Peter-Krenzer tagenden Gremien. Nun solle die geplante Abbaufläche
weiter in Richtung Osten verschoben werden.
„Schon
bei der ersten Ortsbegehung hat die Firma Jakob und Weigel betont, dass
die Qualität des Diabas im bestehenden Steinbruch nicht mehr ausreiche
und dass das Unternehmen deshalb auf den neuen Steinbruch angewiesen
sei, wo man die benötigte Qualität gefunden habe", ärgerte sich Hans
Jackel (CDU): Wenn das die Grundlage war, wie sicher sind denn dann die
Bohrungen und Analysen jetzt?" Auch der SPD-Fraktions- und
Stadtverbandsvorsitzende Uwe Wolter erklärte, er sei betroffen ob des
fehlerhaften Vorgehens und des Umstands, dass die erste Bohrung
offenbar nicht wie dargestellt verlaufen sei. Revierförster Thomas
Rittner machte darauf aufmerksam, dass die beiden neuen Bohrungen auf
Anordnung des Hessisches Landesamts für Umwelt und Geologie (HLuG)
stattfänden, das die korrekte Durchführung auch überwache. In
Anbetracht von geschätzten Kosten von mehr als 30.000 Euro pro Bohrung
werde sich der Steinbruchbetreiber bestimmt nicht darum gerissen haben,
zusätzliche Untersuchungen zu machen, vermutete er. Allerdings sei im
neu erkundeten nordöstlichen Teil wohl nun die erwarteten Qualitäten
gefunden worden, wusste Rittner zum Bedauern der Kommunalpolitiker zu
berichten. Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich seinerzeit
ein¬stimmig gegen das Vorhaben ausgesprochen und seitdem versucht, das
Projekt wegen der befürchteten Umweltbeeinträchtigungen und
Landschaftszerstörung zu verhindern.
Aktuell
habe man keine Möglichkeit, auf Verwaltungs- und politischer Ebene
offiziell gegen die Steinbruchpläne vorzugehen, musste Bürgermeister
Hans Berner (SPD) auf Anfrage von Alfred Berner (FWG) erklären. Nicht
nur wir, auch die Nachbarkommunen und viele Ortsbeiräte haben sich
gegen den Steinbruch ausgesprochen", erinnerte Alfred Berner: „Und
jetzt geht es als weiter und irgendwann ist der Steinbruch da",
befürchtete er. Bürgermeister Benner bedauerte, dass einst mit dem
Regionalplan und mit der Verpachtung des Areals durch Hessen-Forst
Fakten geschaffen wurden: “Das war leichtfertig, das muss man deutlich
sagen - die hatten nur die Dollarzeichen in den Augen”, kritisierte das
Stadtoberhaupt. Momentan sei auch eine Klage sinnlos und würde nur Geld
kosten: Je nachdem, wie die Regionalversammlung als zuständiges Gremium
entscheide, werde man Widerspruch einlegen, und, wenn der
Rahmenbetriebsplan beim Bergamt eingereicht werde, wiederum seine
Einsprüche geltend machen, kündigte Benner an.
Hans
Jackel regte an, die Mitglieder der Regionalversammlung persönlich
anzu¬sprechen und ihnen die Bedenken zu erläutern.
Stadtverordentenvorsteher Jörg-Michael Müller (CDU) erklärte, ihnen
auch einen entsprechenden Brief schreiben zu wollen. Dadurch können wir
deutlich machen, dass uns das Herz hier besonders wehtut", sagte
Müller. Es bestehe sonst die Gefahr, dass allein nach formalen
Kriterien entschieden werde, da in der Regionalversammlung Vertreter
aus fünf Landkreisen säßen, die nicht über die Dimensionen und Folgen
des geplanten Tagebaus informiert seien. Wir müssen jetzt jede
Möglichkeit nutzen", appellierte auch Uwe Wolter an die
Ausschussmitglieder.
Eine Abstimmung stand nicht an, da es sich um eine Mitteilungsvorlage für die Politiker handelte.
Politiker über neue Probebohrungen am Volpertsberg befremdet
Herborn (klk). Mit einigem Befremden haben die Mitglieder der Ausschüsse für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und für Umwelt, Energie und Verkehr die erneuten Probebohrungen für den geplanten Steinbruch am Volpertsberg zur Kenntnis genommen. Die Bohrungen fänden statt, weil das bei den ersten Bohrungen gewonnene Gestein nicht den Erwartungen entsprochen habe, erfuhren die unter dem Vorsitz von Judith Jackel und Hans-Peter-Krenzer tagenden Gremien. Nun solle die geplante Abbaufläche weiter in Richtung Osten verschoben werden.
„Schon bei der ersten Ortsbegehung hat die Firma Jakob und Weigel betont, dass die Qualität des Diabas im bestehenden Steinbruch nicht mehr ausreiche und dass das Unternehmen deshalb auf den neuen Steinbruch angewiesen sei, wo man die benötigte Qualität gefunden habe", ärgerte sich Hans Jackel (CDU): Wenn das die Grundlage war, wie sicher sind denn dann die Bohrungen und Analysen jetzt?" Auch der SPD-Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzende Uwe Wolter erklärte, er sei betroffen ob des fehlerhaften Vorgehens und des Umstands, dass die erste Bohrung offenbar nicht wie dargestellt verlaufen sei. Revierförster Thomas Rittner machte darauf aufmerksam, dass die beiden neuen Bohrungen auf Anordnung des Hessisches Landesamts für Umwelt und Geologie (HLuG) stattfänden, das die korrekte Durchführung auch überwache. In Anbetracht von geschätzten Kosten von mehr als 30.000 Euro pro Bohrung werde sich der Steinbruchbetreiber bestimmt nicht darum gerissen haben, zusätzliche Untersuchungen zu machen, vermutete er. Allerdings sei im neu erkundeten nordöstlichen Teil wohl nun die erwarteten Qualitäten gefunden worden, wusste Rittner zum Bedauern der Kommunalpolitiker zu berichten. Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich seinerzeit ein¬stimmig gegen das Vorhaben ausgesprochen und seitdem versucht, das Projekt wegen der befürchteten Umweltbeeinträchtigungen und Landschaftszerstörung zu verhindern.
Aktuell habe man keine Möglichkeit, auf Verwaltungs- und politischer Ebene offiziell gegen die Steinbruchpläne vorzugehen, musste Bürgermeister Hans Berner (SPD) auf Anfrage von Alfred Berner (FWG) erklären. Nicht nur wir, auch die Nachbarkommunen und viele Ortsbeiräte haben sich gegen den Steinbruch ausgesprochen", erinnerte Alfred Berner: „Und jetzt geht es als weiter und irgendwann ist der Steinbruch da", befürchtete er. Bürgermeister Benner bedauerte, dass einst mit dem Regionalplan und mit der Verpachtung des Areals durch Hessen-Forst Fakten geschaffen wurden: “Das war leichtfertig, das muss man deutlich sagen - die hatten nur die Dollarzeichen in den Augen”, kritisierte das Stadtoberhaupt. Momentan sei auch eine Klage sinnlos und würde nur Geld kosten: Je nachdem, wie die Regionalversammlung als zuständiges Gremium entscheide, werde man Widerspruch einlegen, und, wenn der Rahmenbetriebsplan beim Bergamt eingereicht werde, wiederum seine Einsprüche geltend machen, kündigte Benner an.
Hans Jackel regte an, die Mitglieder der Regionalversammlung persönlich anzu¬sprechen und ihnen die Bedenken zu erläutern. Stadtverordentenvorsteher Jörg-Michael Müller (CDU) erklärte, ihnen auch einen entsprechenden Brief schreiben zu wollen. Dadurch können wir deutlich machen, dass uns das Herz hier besonders wehtut", sagte Müller. Es bestehe sonst die Gefahr, dass allein nach formalen Kriterien entschieden werde, da in der Regionalversammlung Vertreter aus fünf Landkreisen säßen, die nicht über die Dimensionen und Folgen des geplanten Tagebaus informiert seien. Wir müssen jetzt jede Möglichkeit nutzen", appellierte auch Uwe Wolter an die Ausschussmitglieder.
Eine Abstimmung stand nicht an, da es sich um eine Mitteilungsvorlage für die Politiker handelte.
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Bitte beachten Sie, ab hier liegen die Presseartikel chronologisch aufsteigend vor !
Herborner Tageblatt vom 23. April 2004
Parlamentsausschüsse und Ortsbeirat befürworten den Rahmenbetriebsplan
7 Millionen Kubikmeter Gestein
will Herhof in Seelbach abbauen
... mehr als pdf.
Herborner Tageblatt vom 23. Dezember 2004

Herborner Tageblatt vom 29. Januar 2005

Herborner Tageblatt vom 2. Februar 2005

... auch als pdf.
Herborner Tageblatt vom 6. September 2006
Herborner Tageblatt vom 23. März 2007
Stadt kann Tagebau
nicht verhindern
Gericht weist Klage gegen Volpertsberg ab
Herborner Tageblatt vom 6. April 2007
Ortsbeirat ist
gegen vierten
Steinbruch
RP Forderung ärgert Seelbacher
Herborner Tageblatt vom 10. Mai 2008
LESERBRIEF
Zu: Steinbruch am Volpertsberg geplant
Namens der Herborner Baufirma Jakob + Weigel KG haben Projektmanager Rüdiger Anders, früher Bürgermeister von Greifenstein, und Landschaftsarchitekt Johannes Müller-Lewinksi Kommunalpolitikern die Überlegungen des Unterneh¬mens vorgestellt, wie der vom ihm geplante Steinbruch am Volpertsberg bei Herbornseelbach erschlossen werden könnte. An dem Informationstreffen nahm auch Seelbachs Ortsvorsteher Eckhardt Simon (SPD) teil.
Eckhardt Simon, 35745 Herborn-Seelbach
Herborner Tageblatt vom Mai 2008
LESERBRIEF
Geplanter Tagebau in Herborn-Seelbach
Die Firma Jakob & Weigel plant den Neuaufschluss des Diabastagebaus „Volpertsberg“, dazu fand am 7.5.2008 ein Ortstermin mit Vertretern der Stadt bzgl. der Zuwegung zum neu zu erschließenden Tagebau statt.
Auch das Einverständnis der Forstverwaltung zur Schädigung eines so großen ungestörten Areals ist mir schier unverständlich. Sicherlich kann ich als Laie die Komplexität langfristiger Forstwirtschaft nur erahnen, trotzdem maße ich mir hier an, die verantwortlichen Forstfachleute daran zu erinnern, dass sie nicht nur eine ökonomische, sondern auch und vor allem eine substanzielle ökologische Verantwortung für uns alle tragen. Es kann doch nicht sein, das eine Institution, der wir diesbezüglich unser Vertrauen schenken den wirtschaftlichen Begehrlichkeiten eines Unternehmens unser Allgemeingut auf dem sprichwörtlichen silbernen Tablett serviert.
Ein solches Verhalten seitens der Forstverwaltung suggeriert doch den Bürgern, man könne Natur temporär zur Ausbeutung veräußern und später werde dann schon Alles wieder gut. Meiner Ansicht nach ist dies der Förderung eines ökologischen Bewusstsein der Öffentlichkeit nicht sehr dienlich! Sollte man stattdessen nicht lieber die Sensibilität für das scheinbar Unbedeutende fördern ? Ob Flora oder Fauna, ob Pilz oder Kröte, haben wir von Allem immer noch genug ? Wieviel ist eigentlich genug ? Unterm Strich wird die Allgemeinheit hier wohl mehr verlieren als gewinnen.
Christian Görzel, 35745 Herborn-Seelbach
Herborner Tageblatt vom 23. Mai 2008
Steinbruch: Verträgliche Zufahrt geplant
Projektmanager stellt zwei Ausschüssen die Wegeführung für die Volpertsberg-Erschließung vor
Herborn-Seelbach (klk). Die Herborner Baufirma Jakob + Weigel KG plant eine möglich verträgliche Zufahrt für ihren neuen Steinbruch, der auf dem Volpertsberg bei Herborseelbach entstehen soll. Das haben Rüdiger Anders, bei dem Unternehmen für das Vorhaben zuständiger Projektmanager, und Landschaftserchitekt Johannes Müller-Lewinski am Mittwoch während eines Ortstermins gesagt. Die Mitglieder der Stadtparlamentsausschüsse für Umwelt, Energie und Verkehr um Hans-Peter Krenzer (Bündnis90/Die Grünen) sowie Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung um Klaus Kuhlmann (CDU) informierten sich dabei über den Stand der Planungen.
Herborner Tageblatt vom 14. Juli 2008
Gemeindebrief der ev. Kirchengemeinde Herborn - Seelbach ... auch als pdf.
Dill-Zeitung 24.01.2009
Die Zeichen stehen auf Sturm
Seelbacher Ortsbeirat informierte die Bevölkerung über Volpertsberg-Projekt
Der Ortsbeirat führte auch aus, dass nach einem Gutachten der Forstverwaltung in dem Gebiet wertvolle Altholzbestände stehen und Tiere und Pflanzen gefunden wurden, die vom Aussterben bedroht seien. Für Eckhardt Simon steht zudem fest, dass mit dem Steinbruch nur das wirtschaftliche, Interesse einer Firma verfolgt werde und der volkswirtschaftiche Aspekt außen vor gelassen werde.
Der Firma, die bereits seit Jahrzehnten in der Gemarkung einen Steinbruch betreibt und damit “gutes Geld verdient", wirft der Ortsbeirat vor, nicht mit offenen Karten zu spielen.
„Es ist völlig inakzeptabel, dass das Unternehmen ablehnt die Bevölkerung frühzeitig zu informieren”, beklagte der Ortbeirats-Chef. Die Begründung der Manager, dass noch keine endgültigen Unterlagen erstellt und die Fakten noch nicht ermittelt seien stufte Simon als fadenscheinig ein.
Herborner Tageblatt 28.Januar 2009
“Wir brauchen Engagement"
Ortsbeirat hofft auf Widerstand gegen geplanten Steinbruch
Mit der Informationsveranstaltung hatten die Initiatoren bewusst bis nach den Landtags- wahlen gewartet „Wir wollten nicht, dass dieses Thema politisiert und damit vom Bürger falsch wahrgenommen wird", erläuterte Christian Görzel, ebenfalls Mitglied des Herborn- Seelbacher Ortsbeirats. Mit der Veranstaltung habe man es den Betroffenen selbst in die Hand geben wollen, sich für ihre Umwelt einzusetzen, sagte er, bevor er anhand einer Präsentation die von der Betreiberfirma beabsichtigten Eingriffe in Natur und Landschaft vorstellte.
Görzel verdeutlichte, dass es sich seiner Ansicht nach nicht nur um ein Seelbacher Problem handele: „Diese Wunde wäre weithin sichtbar", zeigte er anhand von Fotos. Das „Köpfen" des Volpertsbergs als höchste Erhebung der Seelbacher Gemarkung stelle „eine deutliche Entwertung unserer schönen Landschaft" dar und schmälere nicht nur die Lebensqualität der unmittelbar Betroffenen, kritisierte Christian Görzel. „Das Vorhaben konterkariert auch die Bemühungen einer touristischen Aufwertung unserer Heimat, worin auch die Chance für die Entstehung neuer Arbeitsplätze liegt."
Auf Nachfrage der Besucher beispielsweise hinsichtlich der Auswirkungen auf bestehende Arbeitsplätze antwortete Simon, dass man derartige „Totschlag - Argumente der Betreiberfirma" objektivieren müsse - trotz der Bedeutung jedes einzelnen Arbeitsplatzes. Auch die den Planungen zugrunde liegende angebliche Notwendigkeit des Vorhabens sei gründlich zu prüfen. Offensichtlich stünden dabei jedoch die wirtschaftlichen Interessen einer Firma im Vordergrund, sagte der Ortsvorsteher. Man lasse dabei allerdings völlig außer Acht, dass das Gemeinwohl durch das Vorhaben auch großen Schaden nehme. Nach Auskunft der Veranstalter waren Vertreter der betreffenden Firma nicht anwesend, da sie es nicht als sinnvoll erachte, vor Abgabe des Betriebsplanes die Bevölkerung über das Vorhaben zu informieren.
Am Ende der Veranstaltung zeigten sich viele der Anwesenden betroffen von dem laut Görzel im wahren Sinne des Wortes „einschneidenden Vorhaben", dem man mit Entschlossenheit entgegentreten müsse. Laut Görzel zeigten zahlreiche Teilnehmer spontan Interesse an einer Bürgerinitiative gegen den Steinbruch. „Das ist ein gutes Zeichen", sagte Simon, „es motiviert uns, gemeinsam mit den Bürgern offensiv für den Erhalt unserer Heimat einzustehen."
Mittwoch, 18. März 2009
Steinbruchgegner formieren sich
Herbornseelbacher gründen Bürgerinitiative „Contra Abbau Volpertsberg“Von Klaus Kordesch
(0 27 71) 87 44 00 redaktion.ht@mittelhessen.de
Herborn-Seelbach. Rund 70 Gegner des auf dem Volpertsberg bei Herbornseelbach geplanten Steinbruchs haben sich am Montagabend zur Bürgerinitiative „Contra Abbau Volpertsberg" (CAV) zusammengeschlossen und einen gleichnamigen Verein gegründet. Der Zusammenschluss will die Öffentlichkeit über den geplanten Tagebau und dessen Folgen informieren, weitere Mitstreiter werben und generell mehr Sensibilität und Verständnis für die heimische Natur und Landschaft wecken.
Einstimmig kürten die Anwesenden, die zuvor ihre Mitgliedschaft in der CAV erklärt hatten, Christian Görzel zum Vorsitzenden der Bürgerinitiative. Zum Stellvertreter wurde ebenfalls ohne Gegenstimmen Pfarrer Andreas Friedrich gewählt. Schriftführer der CAV ist Horst Gräf, um die Kasse kümmert sich Eugen Jackel. Als Beisitzer komplettieren Ortsvorsteher Eckhardt Simon, Gerd Gattermann und Ute Schmidt das Führungsgremium des Vereins. Als Jahresbeitrag für den mit seiner Eintragung laut Vorstand als gemeinnützig anerkannten Verein beschloss die Versammlung einen Beitrag von zwölf Euro.
Zuspruch und Bestätigung für den Widerstand gegen den dritten aktiven Steinbruch auf Herbornseelbacher Gemarkung komme mittlerweile aus dem ganzen Aartal, hatte Eckhardt Simon eingangs berichtet, nachdem weitere Sitzgelegenheiten für die unerwartet vielen Besucher hatten aufgestellt werden müssen. Zudem habe sich die Driedorfer „Reitelsberg"-Bürgerinitiative zur Unterstützung bereit erklärt. Ebenso stünden Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, Bund für Umwelt und Naturschutz, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Naturschutzbund hinter der CAV, sagte Simon.
Deren Anliegen sei nun, sich weg von der politischen Ebene in der Bevölkerung zu verankern. Erste Erfolge in dieser Richtung sah er in den mehr als 30 Beitrittserklärungen, die schon vor der Versammlung eingegangen seien. Gleichermaßen wichtig sei, dass die städtischen Gremien weiter hinter ihren ablehnenden Beschlüssen gegen einen Tagebau stünden, erklärte Simon.
Mit einer 3D-Karte, Grafiken und Fotomontagen verdeutlichte anschließend der später zum Vorsitzenden gewählte Christian Görzel die Lage und die Dimensionen des geplanten Abbaus, der 500 Meter Luftlinie entfernt vom Steinbruch in der Monzenbach und 800 Meter vom Erweiterungsgebiet des Oberschelder Steinbruchs entfernt liegen solle. Da der Volpertsberg sehr exponiert liege, werde das Verschwinden der Bergkuppe weithin sichtbar wahrzunehmen sein, sagte Görzel und zeigte dazu Fotografien aus Richtung Ballersbach, von Herborn und von der Burger Landstraße aus.
Als Problem wertete er, dass ein Flora-Fauna-Habitat Schutzgebiet und ein Wasserschutzgebiet direkt bis an die geplante Abbaukante heranreichten: Da der knapp 430 Meter hohe Berg sozusagen entkernt werde und in mehreren Sohlen bis auf etwa 300 Höhenmeter abgebaut werde - was nur zehn Meter über dem Niveau der Monzenbach liege - würde das auch den Wasserhaushalt und die umliegenden Quellgebiete beeinträchtigen, sagte Görzel. Außerdem müsse eine Zufahrt für 60-Tonner-Lkw neu angelegt werden, was je nach Wege-Variante durch das Aufschütten hoher Dämme zu bewerkstelligen sei.
Die Bergkuppe werde auch nach dem Ende der Abbauphase verschwunden bleiben, sagte Görzel. Der „Krater" solle lediglich bis zu einer Durchschnittshöhe von 360 Metern wieder verfüllt werden.
Größtes Problem für den Widerstand gegen den Abbau sei zum einen, dass die Abbaufläche im Staatswald liege und der Landesbetrieb HessenForst bereits einen Pachtvertrag mit der Betreiberfirma geschlossen habe. Zum anderen sei das Gelände im Regionalplan als künftige Abbaufläche ausgewiesen. Wichtig sei ihm als Vorsitzender der CAV, dass sich der Widerstand nicht gegen die Firma Jakob & Weigel richten solle, auch wenn die in der Sache natürlich „der Gegner" sei. Aber als Mitglied der Bürgerinitiative CAV wolle man vor allem ausdrücken, dass man dagegen sei, „den Volpertsberg zu köpfen", und nicht gegen ein Wirtschaftsunternehmen zu Felde ziehen.
Zuvor hatte Bernd Leitz als Betriebsratsvorsitzender der Herborner Baufirma „verbindlich" die Bereitschaft der Geschäftsleitung zu Gesprächen mit der Bürgerinitiative, Akteneinsicht und Besichtigung der Betriebsfläche erklärt.
Inwieweit der Vorstand der CAV auf dieses Angebot eingehen will, wollte im Anschluss an die Sitzung noch keiner der Vereinsvertreter sagen. Immerhin sehe es die CAV als eine ihrer Aufgaben, die offiziellen Angaben der Firma zu ihrem Vorhaben zu überprüfen und Widersprüche aufzuzeigen, sagte Görzel. Dazu werde man auch den Kontakt mit Fachleuten suchen.
Kontakt: Christian Görzel, (0 27 72) 61198; Internet: www.volpertsberg.de.
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Wanderer erkunden Volpertsberg
CAV Mitglieder erklärten drohende Eingriffe durch Diabas-Tagebau
Herborn-Seelbach (klk). Den Volpertsberg in Herbornseelbach erkundeten 40 Wanderer mit dem „Förderverein für Landschaft und Kultur des Hessischen Westerwaldes" und den „Freunden der Flora Herbornensis".
Die Wanderer waren bei der Bürgerinitiative „CONTRA ABBAU VOLPERTSBERG" (CAV) in Herbornseelbach zu Gast, um sich vor Ort ein Bild von den geplanten massiven Eingriffen in den Herbornseelbacher „Hausberg" zu machen.
Vom alten Verkehrsübungsplatz wanderte die Gruppe hinauf zum Kutschenplatz und weiter entlang des Südhanges bis zum „Taunusblick", von dem man an diesem Tag den Feldberg in der Ferne erblicken konnte. Dieser Fernblick würde dem Blick in ein etwa 130 Meter tiefes Loch weichen müssen, erfuhren die Gäste über die geplanten Pläne für einen Diabas-Tagebau auf dem Volpertsberg. Da, wo jetzt Laubwald mit einer interessanten Pflanzenwelt wie dem gelben Fingerhut, der Tonkirsche und der Frühlingsblatterbse steht, solle eine große Lücke in den Berg gesprengt werden, erklärten die CAV-Mitglieder.
Der Laubwald würde verschwinden, das Landschaftsbild wäre unwiederbringlich zerstört, woran auch Rekultivierungsmaßnahmen nichts ändern könnten, erklärten sie.
Um im geplanten Steinbruch arbeiten zu können, seien Zufahrtswege geplant, die den idyllischen „Moorsgrund" hinauf zum Kutschenplatz auf einem breiten Damm queren und somit zerschneiden würden, erläuterte CAV-Vorsitzender Christian Görzel. Eine weitere Variante der Zuwegung würde dieses Tal längs zerschneiden und dieses idyllische Naherholungsgebiet zerstören, sagte er, bevor die Gruppe wieder den Volpertsberg hinab bis auf „Speierwerks Dinne" oberhalb des Monzenbachtals lief.
Hier wie auch an anderen Stellen wiesen die Fachkundigen auf kleine botanische und kulturgeschichtliche Besonderheiten entlang des Weges hin. Schließlich ging es wieder das „Mermbachtal" hinauf, das bei einer anderen Zufahrtsvariante ebenfalls mit einem massiven Damm überquert würde. Die Zuhörer waren erstaunt über den Umfang der geplanten Maßnahmen. Gerade in Anbetracht der Eröffnung des Dernbachwiesen-Wanderwegs und des Lahn-Dill-Berglandpfades sei es erstaunlich, dass sich nicht mehr Widerstand gegen die Zerstörung des Volpertsberges rege: „Zum einen soll in unserer Region der Tourismus gefördert werden, was neue Arbeitsplätze schaffen würde", sagte Görzel. Gleichzeitig entziehe man dem aber mit einem solchen Projekt den Boden, indem man die Grundlage für den Tourismus, eine ungestörte schöne Landschaft, massiv und nachhaltig schädigen lasse.
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HT Juni 2009
Rückendeckung für die Bürgerinitiative
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald tagte
Herborn-Seelbach (klk). Der Kreisverband Lahn-Dill der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) unterstützt die Bürgerinitiative „Contra Abbau Volpertsberg" (CAV) in ihrem Engagement gegen den geplanten Basaltabbau bei Herbornseelbach. Bei der Hauptversammlung des SDW In den Herbornseelbacher Dernbachstuben informierten sich die Mitglieder kürzlich beim CAV-Vorsitzenden Christian Görzel über das Vorhaben.
„Die CAV zeigte auf, welch gravierende Veränderungen im Landschaftsbild ein Steinbruchbetrieb nahe Herbornseelbach mit sich brächte", heißt es in einer Pressemitteilung der Kreis-SDW: „Dies gilt es zu verhindern, deshalb möchte die SDW die Bürgerinitiative CAV auch tatkräftig unterstützen", schreibt Vorsitzender Thomas George. In diesem Zusammenhang verweist er auf die Ursprünge der SDW als eine der ältesten deutschen Bürgerinitiativen, die 1948 gegen die Reparationsforderungen der Siegermächte gegründet worden sei.
Außerdem berichtete Friederike Heislitz vom Landesvorstand über die gravierenden Auswirkungen der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen, der über 400 Hektar Wald zum Opfer fielen. Die Möglichkeiten zum Widerstand seitens der SDW seien hier vergleichsweise gering, führe man sich vor Augen, dass für 650 Millionen Euro ein Chemiewerk gekauft worden sei, dass der Landebahn im Weg war. Außerdem würden die Befürworter des Projekts über beste Kontakte in Landes- und Bundesregierung verfügen, beklagte Heislitz.
Deutlich erfreulicher war der Bericht der Jugendorganisation „Waldjugend Manderbach". Die Kinder zwischen 7 und 18 Jahren leisteten viele Arbeitseinsätze in der Natur und hätten großen Spaß am Lagerleben, erfuhren die Mitglieder des SDW von WaldjugendLeiter Stefan Wolf. Der Vorstand kündigte an, seine nächste Sitzung im „Fuchsbau" der Waldjugend abzuhalten. Bei dem Treffen in der in die Jahre gekommenen Waldhütte, die der Jugendgruppe als Domizil dient, solle gemeinsam auch über das weitere Vorgehen bei der Teilrenovierung gesprochen werden, sagte George. Kontakt- Thomas George 06441/22 001
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HT
10.07.2009
Scheu vor
lästigen Gesprächen
Hinz kritisiert
Lautenschläger
Herborn-Seelbach (ech). Harsche Kritik übt die Bundestagsabgeordnete Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) an der hessischen Umweltministerin Silke Lautenschläger. Hinz (Foto) hatte die Ministerin bereits Ende April in einem Schreiben um einen Termin für ein Gespräch gemeinsam mit dem Vorstand der Bürgerinitiative „Contra Abbau Volpertsberg" (CAV) aus Herbornseelbach gebeten. Eine Antwort blieb bisher aus.
„Bis heute gibt es von Frau Lautenschläger keine Reaktion. Das Ministerium hat es trotz einer Erinnerung Mitte Juni bislang noch nicht einmal für nötig befunden, den Eingang meines Schreibens zu bestätigen", erklärte die Bundestagsabgeordnete.
Hinz sieht dieses Verhalten als symptomatisch für den Umgang der Landesregierung mit Sorgen und Nöten von Menschen in Hessen an. „Es ist ein Skandal, wenn die CDU auf der einen Seite bürgerschaftliches Engagement fordert, auf der anderen Seite für sie unbequemes Engagement aber völlig ignoriert".
Angst vor einem Gespräch?
Offensichtlich scheue Lautenschläger lästige Gespräche mit kritischen Bürgern und fördere damit die fortschreitende Politikverdrossenheit. Sie fordert die Umweltministerin auf, den Schaden durch weiteres Verzögern nicht noch größer zu machen: „Nehmen Sie die Anliegen der Menschen im Land ernst und stellen Sie sich einem Gespräch mit Menschen, die lediglich ein berechtigtes Anliegen zum Erhalt ihrer Heimat vortragen möchten."
Hintergrund des Gesprächswunsches war ein Besuch von Hinz bei der Bürgerinitiative im April, bei dem die Gegner der Erweiterung des Steinbruches um deren Vorsitzenden Christian Görzel der Bundestagsabgeordneten die Auswirkungen auf Natur und Fremdenverkehr geschildert hatten.
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HT 11.07.2009
Gegen Steinbruch kämpfen
Stadt soll bei Regionalplan-Offenlegung alle Chancen nutzen .
VON JÖRG WEIRICH
Herborn. Die erneute Offenlegung des Regionalplan-Entwurfs bietet der Stadt Herborn neue Chancen, etwas gegen den geplanten Steinbruch am Volpertsberg bei Herbornseelbach zu unternehmen. Dieser Auffassung ist das Stadtparlament und hat deshalb am Donnerstagabend einen entsprechenden Antrag der Grünen-Fraktion gebilligt, der zum Widerstand aufruft.
„Es geht uns nicht darum, dass die Stadt nun erneut eine aussichtslose Klage anstrengen soll", sagte Grünen-Sprecherin Dorothea Garotti. Das erneute Verfahren eröffne Herborn jedoch die Möglichkeit, alle Punkte, die gegen den geplanten Diabas-Tagebau sprechen, noch einmal deutlich herausstellen. Alfred Benner (FWG) hieb in die gleiche Kerbe: „Wir dürfen keine Chance auslassen, unser Kontra zu untermauern", sagte der Herbornseelbacher.Unterstützung signalisierte auch Hans Jackel namens der CDU: „Wir haben nichts gegen die Firma, aber wir haben etwas gegen den Tagebau", sagte der Seelbacher.
„Gegend ist mit Steinbrüchen ausreichend versorgt und verschandelt"
„Unsere Gegend ist mit Steinbrüchen ausreichend versorgt und verschandelt." Er sehe daher überhaupt keinen Bedarf für einen weiteren, und er sehe auch keine existenziellle Gefahr für die Firma, wenn das Vorhaben nicht verwirklicht werde. Uwe Wolter (SPD) warb dafür, die Bürgerinitiative „Contra Abbau Volpertsberg" (CAV) in der Vorbereitung eines Bürgerentscheids in der Angelegenheit zu unterstützen. Und FWG-Sprecher Klaus Enenkel riet der Verwaltung, sich von der CAV dort gesammelte noch zusätzliche „schlagkräftige Argumente” zur ablehnenden Stellungnahme der Stadt zu holen. Das Parlament nahm den Antrag der Grünen einstimmig an.
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HE 03.08.2009
Dauerhafte Zerstörung verhindern
Die Bundestagsabgeordnete Priska Hinz sah sich am Volpertsberg um
Herbornseelbach (klk). Der geplante Diabas-Steinbruch auf dem Herbornseelbacher Volpertsberg würde massive Beeinträchtigungen für die umliegenden Ortschaften bringen und eine nicht rückgängig zu machende Landschaftszerstörnung bedeuten. Diese Ansicht teilten die Mitglieder aus mehreren heimischen Ortsverbänden von Bündnis 90/Grüne und die Bundestagsabgeordnete Priska Hinz mit den Vertretern der Bürgerinitiative Contra Abbau Volpertsberg" (CAV). Am Montagabend machten sie sich vor Ort einen Eindruck von den Dimensionen des Vorhabens.
Rund 90 000 Quadratmeter Wald müssten für den Tagebau gerodet werden, erklärte Eckhardt Simon - zugleich Ortsvorsteher in Herbornseelbach - namens der CAV den Gästen. Zudem müssten weitere Bäume für neue und für den Schwerlastverkehr geeignete Fahrstraßen fallen, die ob der Dimensionen der 40-Tonner nur durch Damm-Aufschüttungen und Verbreiterungen bestehender Wirtschaftswege angelegt werden könnten.
Der Abbau selbst würde den Gipfel des höchsten Bergs der Herbornseelbacher Gemarkung sozusagen „kappen", was weithin sichtbar wäre: Beispielsweise von Burg und auch von Ballersbach aus würde man den Tagebau aus sehen können, zeigte er anhand von Fotografiken.Zusätzlich zur dauerhaften Zerstörung des Landschaftsbildes komme noch die Immissionsbelastung: Durch die Lage des Steinbruchs, etwa 200 Meter über Herbornseelbach, und die häufige Nordwest-Wetterlage sei zu befürchten dass der Staub aus dem Tagebau häufig direkt Richtung Ort treibe. Davon besonders betroffen seien auch die beiden nahe liegenden Sportplätze und das Schützenhaus, fasste Simon die Befürchtungen zusammen.
Tiefschlag für Tourismus?
Unverständnis über den „immensen Grad der beabsichtigten Naturzerstörung" herrsche auch angesichts der Bemühungen, den Tourismus in der heimischen Region zu fördern und diese für Wanderer interessanter zu gestalten. So führe der Qualitäts-Wanderweg “Lahn-Dill-Berglandpfad" direkt auf der gegenüberliegenden Seite des Aartals vorüber, erläuterte der CAV-Sprecher.
„Schöne Aussichten für Touristen", befand Priska Hinz ob dieser Schilderungen. Das vom Steinbruchbetreiber ins Feld geführte Arbeitsplatz-Argument relativiere sich vor dem Hintergrund der wachsenden Tourismusbranche, sagte sie. Zustimmung äußerte Hinz auch bezüglich Simons Einschätzung, der neue Steinbruch sei „volkswirtschaftlich absolut unnötig": Schließlich könne der Betreiber noch gut 15 Jahre auf seinen 500 Meter entfernten, bereits bestehenden Steinbruch zurückgreifen.
Zudem sei er Teilhaber eines weiteren Abbaus in Steinperf, wo ebenfalls der als Begründung für die Notwendigkeit des Volpertsberg-Abbbaus angeführte Edelsplit gewonnen werde.
Gegen den neuen Steinbruch sprächen auch ökologische Bedenken: So liege direkt nebenan ein Naturschutzgebiet. Wichtig sei aus ihrer Sicht, dass die Planungen möglichst bekannt würden: „Denn wenn der Berg abgetragen ist, lässt sich das nicht rückgängig machen", machte die Bundestagsabgeordnete bewusst. Simon berichtete vom Rückhalt und Unterstützung der CAV unter den Bürgern und in der Politik-Hilfreich dabei sei, dass die Herborner Stadtverordnetenversammlung sich parteiübergreifend gegen die Genehmigung des Tagebaus ausgesprochen habe, sagte er. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete begrüßte diese Sichtweise: „Es gibt keinen schwarzen, roten oder grünen Wald". Wie ihre Parteigenossen zeigte sie sich beeindruckt vom Umfang der beabsichtigten Landschaftszerstörung. „Vor Ort gewinnt man ganz andere Eindrücke als durch die Bilder im Internet oder in der Presse", urteilte Hans Joachim Schmidt vom Sinner Ortsverband beim Grünen-Stammtisch im Ballersbacher "Berghof"
Wie gerufen kam das Stop-Schild des ehemaligen Verkehrsübungsplatzes den Grünen um Priska Hinz und den Vertretern der CAV: Sie wollen gemeinsam gegen den geplanten Diabas-Tagebau auf dem Volpertsberg (im Hintergrund) aktiv werden. (Foto: Kordesch)
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HT 12.08.2009
Verständnis für geplanten Diabasabbau fehlt
Auch der Herborner FWG-Stadtverband will den Volpertsberg in seiner jetzigen Form erhalten
Herborn-Seelbach (red). Für den Erhalt des Volpertsbergs bei Herbornseelbach, der als Diabasabbaugebiet im Gespräch ist, will sich Herborns FWG-Stadtverband stark machen. Vorsitzender Bernd W. Walther betonte bei einer Ortsbesichtigung, der Volpertsberg liege direkt an einem Wasserschutz- und einem Vogelschutzgebiet, sei mit ökologisch wertvollem Mischwald bewachsen und grenze an überregionale Wanderwege.
Das allein müsse eigentlich schon ausreichen, um einem Steinbruch dort eine klare Absage zu erteilen. Die entstehende „Narbe" in der Natur würde weithin sichtbar sein und der Arbeit der Fremdenverkehrsverbände und der Gemeinden in Aartal und Westerwald erheblich schaden.
Der Vorsitzende der Bürgerinitiative „CONTRA ABBAU VOLPERTSBERG" (CAV), Christian Görzel, und CAV-Vorstandsmitglied Eugen Jackel bedauerten, dass bis jetzt seitens des Bauunternehmens trotz Nachfragen von CAV keine Gesprächsbereitschaft erkennbar sei. Bislang liege auch noch kein Bedarfsplan für die benötigte Menge Diabas vor. „Dagegen haben wir in unserer Region Steinbrüche wie in Oberscheld und Steinperf, die auf Jahre hinaus die benötigte Qualität liefern", sagte Görzel.
Auch die Freien Wähler waren sich einig, dass es umweltbewusster sei, den Diabas über vorhandene Strecken per Lkw zu transportieren, als einen neuen Weg für den Schwerlastverkehr zu bauen und der Region ein zusätzliches Stück Natur zu rauben.
Durch die Verdichtung des Erdbodens würden die Feuchtgebiete des „Monzenbachs" im Wasserschutzgebiet erheblich beeinträchtigt, wie auch aus einer Stellungnahme der unteren Naturschutzbehörde hervorgehe, sagte Walther.
„Arbeitsplätze kein Argument"
Das Argument, es würden Arbeitsplätze geschaffen, greife nach Meinung der FWG-Vertreter nur bedingt. Im modernen Steinbruch in Oberscheld seien gerade sieben Beschäftigte nötig, um den Betrieb aufrecht zu halten. Niemand könne aber voraussehen, wie viele Arbeitsplätze im Tourismusbereich wegfielen, wenn wegen der Beeinträchtigung der Landschaft Wanderer ausblieben.
Der FWG-Stadtverband appelliert an die zuständigen Behörden, sich im Sinn des Allgemeinwohls gegen die Genehmigung für einen zusätzlichen Steinbruch zum Diabasabbau in der Region auszusprechen. Kein politisches Gremium sei bereit, den Eingriff in die Natur zu unterstützen. Schließlich sei in den nächsten 15 Jahren für den Unternehmer die Gewinnung von Edelsplitt im bestehenden Steinbruch im Monzenbach gesichert, so Walther.
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HT 26.09.2009
Burg wehrt sich gegen Seelbacher Steinbruch
Ortsbeirat bezieht Stellung zum Regionalplan
Herborn-Burg (klk). Der Burger Ortsbeirat hat sich einstimmig gegen den auf dem Herbornseelbacher Volpertsberg geplanten Steinbruch ausgesprochen. In ihrer Sitzung am Donnerstagabend entschied das Gremium um Ortsvorsteherin Rita Salzer einhellig, sich mit einer schriftlichen Stellungnahme zum Regionalplan Mittelhessen an das Regierungspräsidium in Gießen zu wenden.
Dort können Träger öffentlicher Belange, Vereine, Verbände und Bürger nach der Offenlegung des Regionalplans noch bis 7. Oktober ihre Bedenken schriftlich vorbringen. Auch die Stadtverordneten der Stadt Herborn haben sich am 10. September bereits gegen den geplanten Tagebau ausgesprochen und eine Stellungnahme zum Regionalplanentwurf beschlossen.
Ziel der Eingaben ist es, die Aufhebung des geplanten „Vorranggebietes für den Abbau oberflächennaher Lagerstätten" im Bereich des Volpertsbergs zu erreichen. Die Burger Ortsbeiratsmitglieder sehen ihren Stadtteil als Nachbargemeinde von Herbornseelbach mit ganz ähnlichen „Nachteilen und negativen Auswirkungen" konfrontiert: „Die Zerstörung von Landschaft und Natur und die Vernichtung von Lebensraum für Pflanzen und Tiere macht nicht an der Gemarkungsgrenze halt, sondern betrifft insbesondere den Stadtteil Burg", heißt es in dem Schreiben.
„Zerstörtes Landschaftsbild"
Ein Abbau auf dem Volpertsberg setze die Rodung von 90 000 Quadratmetern Wald voraus und stelle „eine dramatische und auch von Burg aus weithin sichtbare Verletzung der Landschaft dar", erklären die Ortsbeiräte, die sich zuvor bei Vertretern der Herbornseelbacher Bürgerinitiative „Contra Abbau Volpertsberg" (CAV) über das Vorhaben informierten.
Zudem würden die durch Burg führenden Wanderwege nicht nur durch das zerstörte Landschaftsbild beeinträchtigt, sondern auch durch abbaubedingte Lärm- und Immissionsbelastungen gestört. Gleiches gelte für die Burger Bevölkerung, für die wegen der hohen Lage des Steinbruchs auf 420 Höhenmetern Lärm- und Staubbelastungen zu befürchten seien.
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______________________________________________________________________Herborner Echo 5.3.2010Abbau weiter in Richtung Osten?
Politiker über neue Probebohrungen am Volpertsberg befremdet
Herborn (klk). Mit einigem Befremden haben die Mitglieder der Ausschüsse für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und für Umwelt, Energie und Verkehr die erneuten Probebohrungen für den geplanten Steinbruch am Volpertsberg zur Kenntnis genommen. Die Bohrungen fänden statt, weil das bei den ersten Bohrungen gewonnene Gestein nicht den Erwartungen entsprochen habe, erfuhren die unter dem Vorsitz von Judith Jackel und Hans-Peter-Krenzer tagenden Gremien. Nun solle die geplante Abbaufläche weiter in Richtung Osten verschoben werden.
„Schon bei der ersten Ortsbegehung hat die Firma Jakob und Weigel betont, dass die Qualität des Diabas im bestehenden Steinbruch nicht mehr ausreiche und dass das Unternehmen deshalb auf den neuen Steinbruch angewiesen sei, wo man die benötigte Qualität gefunden habe", ärgerte sich Hans Jackel (CDU): Wenn das die Grundlage war, wie sicher sind denn dann die Bohrungen und Analysen jetzt?" Auch der SPD-Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzende Uwe Wolter erklärte, er sei betroffen ob des fehlerhaften Vorgehens und des Umstands, dass die erste Bohrung offenbar nicht wie dargestellt verlaufen sei. Revierförster Thomas Rittner machte darauf aufmerksam, dass die beiden neuen Bohrungen auf Anordnung des Hessisches Landesamts für Umwelt und Geologie (HLuG) stattfänden, das die korrekte Durchführung auch überwache. In Anbetracht von geschätzten Kosten von mehr als 30.000 Euro pro Bohrung werde sich der Steinbruchbetreiber bestimmt nicht darum gerissen haben, zusätzliche Untersuchungen zu machen, vermutete er. Allerdings sei im neu erkundeten nordöstlichen Teil wohl nun die erwarteten Qualitäten gefunden worden, wusste Rittner zum Bedauern der Kommunalpolitiker zu berichten. Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich seinerzeit ein¬stimmig gegen das Vorhaben ausgesprochen und seitdem versucht, das Projekt wegen der befürchteten Umweltbeeinträchtigungen und Landschaftszerstörung zu verhindern.
Aktuell habe man keine Möglichkeit, auf Verwaltungs- und politischer Ebene offiziell gegen die Steinbruchpläne vorzugehen, musste Bürgermeister Hans Berner (SPD) auf Anfrage von Alfred Berner (FWG) erklären. Nicht nur wir, auch die Nachbarkommunen und viele Ortsbeiräte haben sich gegen den Steinbruch ausgesprochen", erinnerte Alfred Berner: „Und jetzt geht es als weiter und irgendwann ist der Steinbruch da", befürchtete er. Bürgermeister Benner bedauerte, dass einst mit dem Regionalplan und mit der Verpachtung des Areals durch Hessen-Forst Fakten geschaffen wurden: “Das war leichtfertig, das muss man deutlich sagen - die hatten nur die Dollarzeichen in den Augen”, kritisierte das Stadtoberhaupt. Momentan sei auch eine Klage sinnlos und würde nur Geld kosten: Je nachdem, wie die Regionalversammlung als zuständiges Gremium entscheide, werde man Widerspruch einlegen, und, wenn der Rahmenbetriebsplan beim Bergamt eingereicht werde, wiederum seine Einsprüche geltend machen, kündigte Benner an.
Hans Jackel regte an, die Mitglieder der Regionalversammlung persönlich anzu¬sprechen und ihnen die Bedenken zu erläutern. Stadtverordentenvorsteher Jörg-Michael Müller (CDU) erklärte, ihnen auch einen entsprechenden Brief schreiben zu wollen. Dadurch können wir deutlich machen, dass uns das Herz hier besonders wehtut", sagte Müller. Es bestehe sonst die Gefahr, dass allein nach formalen Kriterien entschieden werde, da in der Regionalversammlung Vertreter aus fünf Landkreisen säßen, die nicht über die Dimensionen und Folgen des geplanten Tagebaus informiert seien. Wir müssen jetzt jede Möglichkeit nutzen", appellierte auch Uwe Wolter an die Ausschussmitglieder.
Eine Abstimmung stand nicht an, da es sich um eine Mitteilungsvorlage für die Politiker handelte.
Herborner Tageblatt vom 23. April 2004
Parlamentsausschüsse und Ortsbeirat befürworten den Rahmenbetriebsplan
7 Millionen Kubikmeter Gestein
will Herhof in Seelbach abbauen
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